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22.01.2018

Call for Papers

Einreichung der Abstracts: bis zum 15.03.2018
Einreichung der Beiträge: bis zum 15.09.2018

„Widerstand transnational“
Themenheft der Zeitschrift für Politische Theorie (ZPTh)

Das Nachdenken über Widerstand gegen eine als unrechtmäßig erachtete Herrschaft ist so alt
wie das Nachdenken über Politik selbst. Doch Phänomene wie die globalisierungskritische
Bewegung, der digitale Widerstand von Gruppierungen wie Anonymus oder die Geflüchtetenproteste stellen die Reflexion darüber, was unter Widerstand zu verstehen ist, vor neue Herausforderungen.

Das Themenheft widmet sich vor diesem Hintergrund folgenden Fragen:

1) Aus ideengeschichtlicher Perspektive:
a) Lassen sich diese und ähnliche neuartigen Phänomene mit den klassischen Kategorien des Widerstands bzw. Zivilen Ungehorsams noch fassen? In welchen Hinsichten müssten die für den nationalen Raum formulierten klassischen Konzepte für transnationale Formen adaptiert werden? Oder bedarf es gänzlich neuer Kategorien?
b) Gibt es Strukturähnlichkeiten zu historischen Phänomenen (etwa antikolonialen Bewegungen), die als mögliche Vorformen des transnationalen Widerstands Aufschluss über dessen Entstehungsbedingungen und Besonderheiten geben können?


2) Aus systematischer Perspektive:
a) Welche Rolle spielen geänderte Rahmenbedingungen – vor allem die Transnationalisierung von Herrschaft und die zunehmende Macht nichtstaatlicher Akteure – für die Ausbildung der genannten Phänomene? Generieren die spezifischen Bedingungen des transnationalen Raums qualitativ neue Formen, Akteure und Ziele des Widerstands? Wodurch sind diese etwaigen neuen Formen, Akteure und Ziele gekennzeichnet?
b) Weisen die genannten Phänomene untereinander spezifische, gemeinsame Charakteristika auf, die auch eine neue Begrifflichkeit rechtfertigen oder endet die Vergleichbarkeit mit der Transnationalität?

Im Anschluss an diese Fragestellungen (sowie weitere relevante Gesichtpunkte) widmet die
Zeitschrift für Politische Theorie 2018 dem Thema „Widerstand transnational“ ein Themenheft.

Abstracts im Umfang von max. 3.000 Zeichen sind bis zum 15.03.2018 an die Herausgeber
des Themenheftes zu senden. Für Rückfragen stehen die Herausgeber gerne zur Verfügung.

Robin Celikates (R.Celikates@uva.nl) und
Frauke Höntzsch (Frauke.Hoentzsch@phil.uni-augsburg.de)

Ein Feedback durch die Herausgeber erfolgt bis zum 15.04.2018.

Die fertigen Beiträge (Länge 50.000 inkl. Leerzeichen) sind bis zum 15.09.2018 einzureichen. Die Auswahl für den Druck unterliegt einem Begutachtungsverfahren.

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Call for Papers

Einreichung der Abstracts: bis zum 28.02.2018
Einreichung der Beiträge: bis zum 30.09.2018

Die politische Theorie von Judith N. Shklar
Schwerpunktheft der Zeitschrift für Politische Theorie (ZPTh)

Das Werk von Judith Nisse Shklar (1928-1992) wird erst allmählich von der Forschung erschlossen. Für das Jahr 2018 sind zwei Veröffentlichungen angekündigt, die nicht zuletzt im Kontext aktueller politiktheoretischer Debatten zu Migration und Integration viel Aufmerksamkeit erfahren dürften: zunächst die deutsche Übersetzung wichtiger Essays Shklars zu Verpflichtung, Loyalität, Exil (Matthes & Seitz) und dann eine Edition ihrer Vorlesungen zu Political Obligation and Moral Reasoning, die Shklar im Jahr 1992 wenige Monate vor ihrem frühen Tod hielt (Yale University Press). Beide Publikationen laden dazu ein, die im englischsprachigen Raum seit einigen Jahren an Fahrt gewinnende Auseinandersetzung mit Judith Shklar – ebenfalls angekündigt ist ein Political Companion zu ihrem Denken (University of Pennsylvania Press) – auch in der deutschsprachigen Politischen Theorie und Ideengeschichte aufzunehmen und zu vertiefen.

Das Werk von Judith Shklar zeichnet sich durch eine große Bandbreite von Themen und Genres aus. Es reicht von den ideologiekritischen Monographien der Frühphase über ideengeschichtliche Studien insbesondere zu Rousseau, Hegel und Montesquieu, Beiträge zur Rechtstheorie und dem Entwurf eines “Liberalismus der Furcht” bis zu den späten Interventionen ins amerikanische politische Denken. Judith Shklars Schreiben ist dabei geprägt von einem Spannungsverhältnis zwischen liberalen Prinzipien und einer skeptischen Grundhaltung, und beharrt auf der Bedeutung von historischen Erfahrungen und psychologischen Phänomenen für die theoretische Arbeit. Methodisch steht Shklar für eine Komplementarität von ideengeschichtlichen und systematischen Fragestellungen, die eine dezidiert politikwissenschaftliche Perspektive auf politische Theorien und ihre Geschichte anbietet.

Das Themenheft in der Zeitschrift für Politische Theorie soll das politiktheoretische und ideengeschichtliche Werk von Judith Shklar in all seinen Facetten beleuchten. Neben Einzelabhandlungen ist für das Schwerpunktheft auch die Übersetzung eines unveröffentlichten Manuskripts aus dem Nachlass von Judith Shklar geplant. In methodischer Hinsicht ist das Heft sowohl für ideengeschichtliche Analysen als auch für systematische Beiträge offen. Willkommen sind Studien zu einzelnen Aspekten Shklars Werk ebenso sehr wie Texte, die ihre Arbeiten mit anderen politischen Theorien vergleichen, in breitere geistesgeschichtliche Entwicklungen einordnen oder Aktualisierungsangebote unterbreiten. Die Herausgeber laden insbesondere dazu ein, im deutschen oder internationalen Rezeptionskontext noch wenig beachtete Themen und Fragestellungen aufzugreifen. Mögliche Themenbereiche für Beiträge sind:

Abstracts möglicher Beiträge sollten bis zum 28.02.2018 an die Herausgeber geschickt werden. Die fertigen Beiträge sollten eine Länge von maximal 40.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) nicht überschreiten und bis zum 30.09.2018 eingereicht werden. Die endgültige Veröffentlichung der Beiträge hängt vom Ergebnis des anonymen Begutachtungsverfahrens der ZPTh ab. Richtlinien zur formalen Gestaltung der Beiträge finden sich auf der Homepage der Zeitschrift (www.zpth.de). Für Rückfragen stehen die Herausgeber gern zur Verfügung.

Dr. Hannes Bajohr
Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin

bajohr@zfl-berlin.org

Dr. Rieke Trimçev
Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft
Universität Greifswald

rieke.trimcev@uni-greifswald.de

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Generell gilt: Beiträge können jederzeit eingereicht werden.